Archiv für Januar 2011

Aktions Mauszeiger

Du bist schwach. Vieles hast du vergessen in den langen Wochen in denen du am Abgrund des Todes standest. Du wirst viele Fähigkeiten verbessern oder neu erlernen müssen, um die vor dir liegenden Aufgaben meistern zu können. -ein Tipp von Xardas im Handbuch zu Gothic II

das klingt für mich ein wenig nach einer durchlebten Sanktion von einhundert, in Zahlen: 100%!!! Gegen die Existenz und dem ihr zugrunde liegenden Minimum. Wieviel Zeit hast du rückblickend darauf verwenden müssen das letzte bisschen Geld zu erhalten, welches dir zum leben noch von deiner Arbeitskraft gelassen wurde? Waren es Tage, Wochen, Jahre? Es war genau die Zeit in der jemand anderes mit dem was du an Wert in die Gesellschaft eingebracht hast, eifrig handelte. Und handelte. Und? Genau: handelte.

Es war die Zeit in der das Produkt welches mit deinem Zutun einen Wert erhielt, ohne Vermehrung seines Wertes einen „Gewinn“ abwarf für jemanden anderen, der nicht dazu in der Lage, oder auch nur gewillt war, Wert zu schaffen durch den Aufwand seiner eigenen Zeit und Fähigkeiten. Es war die Zeit in der deine wahre Arbeitskraft als tote Arbeitskraft eingelagert wurde. Die Zeit in der manch einer von den anderen, von hohen Rendite-Zielen träumte und sich dabei durchaus bewusst waren, dass sich das in die Gesetzgebung einfinden wird. Nämlich genau dort, wo derjenige der Wert erschaffen hat, nämlich du, sich darum abmüht sein Leben zu erhalten. Das was du kannst wurde dir nicht genommen, nur der Glaube daran wurde dir genommen.

Vieles hast du verlernt in der Zeit die von anderen dazu verdammt wurde dich an das Fließband zu stellen damit du nicht nachdenken musst ob es einen Sinn ergibt. Du warst so großzügig zu teilen(!) mit deinem heißgeliebten, dich gnädiger und großzügiger, wohltätiger wie rechtschaffener weise, dich von deinem Elend befreienden und natürlich ganz selbstlosen Chef. Der mit jedem Mitarbeiter den er mehr einstellte auch einen Gewinn machte, wenn er den Lohn auf das Mindestmass reduzierte. Dreiviertel für ihn damit er auch schön handeln und handeln kann. Ein viertel für dich. Gerecht?

Du bist für einen Lohn von drei Tagen arbeiten gegangen, hast aber die ganze Woche gearbeitet, du warst ein Wohltäter. Du hattest ein gutes Herz, wer wollte das ernsthaft abstreiten? Du vielleicht? Meinst du etwa das du gerecht behandelt wurdest, als der Chef der Leihklitsche dir 7,50 von deinem Erzeugnis über liess? Ja dann hälst du wahrlich die andere Backe hin, wer wollte es dir verdenken, denn an irgend etwas wirst du am Ende glauben müssen. Und da ist eine höhere Macht immer nützlich, der kann man es zuschreiben, dass sie ja die Herrscherin von Raum und Zeit ist. Aber auch über das was du als Lohn erhälst? Wirklich?

Du, ja du, hast einen Wert hinterlassen der in der Gesellschat benötigt wurde um damit Handel zu treiben. Das dieser Wert irgendwo zwischendurch mit jedem Handel der zunahm, immer mehr an Gegenwert abnahm, oder auch einbüßte, störte diejenigen nicht, die stets auf eine Armee an billig umschulbaren Reservewertschaffern zugreifen können. Du wurdest benutzt, man erzog dir eine spezifische Fähigkeit an und das geschah auf Kosten all deiner anderen Fähigkeiten, die dir aberzogen werden sollten. Diese Fertigkeiten und Fähigkeiten gehören aber unbedeutender und zu vernachlässigender Weise zu der Würde und dem Mensch sein dazu. Oder ist dir das wichtig?

Heute liegst du halb tot auf deinem Bett, die Sanktionen haben dich getroffen, hart und gnadenlos. Die schöne Welt vor dem Computerschirm verfloss, verlor ihren Glanz, es roch nach Straße. Doch du hast es geschafft bei einem neuen Verwerter unterzukommen. Der schon gar nicht mehr so nett war. Deine Sicht der Dinge, sie hat sich verändert. Du siehst es heute anders. Ist es Zufall das der Regelsatz fiel, in der Zeit in der er nicht „erhöht“ wurde, während du aus dem System gefallen bist? Zufall das die Dispozinsen zunahmen, ohne das du dafür einen messbaren Gegenwert erhalten hättest? Zufall das die FDP so viele Prozente bekam, wie du Sollzinsen zahlen musstest?

Ja, das alles mag Zufall sein. Doch du blickst die ganze Zeit nur auf das was sein könnte, während du auf dem Bett liegst und auf den nächsten Brief wartest, der dich zu einer Gerichtsverhandlung einlädt, in der es dann darum geht, ob man dir nur halb, oder gleich ganz das Existenzminimun entziehen durfte. Du fühlst das da dekadente Handlungen an dir exerziert werden und wurden, doch du bist nicht in der Lage es in Worte zu fassen, deinen Willen daraus zu formen. Es löst etwas in dir aus und das ist nicht gut, denn davon wirst du krank, wenn du es nicht artikulierst. Tu dir also selbst einen Gefallen und geh auf die Demo gegen die Nazis und frag bei der Gelegenheit mal nach, wie viele von denen auch schon Wert schaffen mussten, den andere verwerteten. Du wirst staunen, sei gewiss. Und diese ominösen anderen, von denen hier die ganze Zeit die Rede war, sie wirst du dort auch finden. Doch das ist nur der Fuß. Der Kopf sitzt bekanntlich oben.

Realität eines Computerspiels

Diese armen Seelen wurden gefoltert und zu Sklavenarbeitern gemacht. Da sie ihrer Menschenwürde beraubt wurden, verrichten sie niedere Tätitgkeiten auf dem Schiff. Sie nehmen den Spieler nicht wahr und reagieren nur, wenn sie zuerst angegriffen werden. Da sie über eine erstaunliche Kraft verfügen, ist man besser beraten, sie in Ruhe zu lassen. -aus dem Handbuch des Spiels Prey, die Beschreibung eines enstellten Menschen.

Frantz Fanon sagte einmal über die Bewusstwerdung der Selbstentfremdung wäre die Freiheit zu erreichen. Ich glaube er hatte damit gar nicht unrecht. Nur wer sich selbst noch wahrnimmt hat die Möglichkeit eine Freiheit zu erreichen, die sie oder ihn, dazu befähigen wird einen Teil vom gesellschaftlichen Reichtum, der modernen Gesellschaft abzubekommen. Der Widerstand fängt da an, wo das denken eine andere Richtung nimmt und zwar weil du selbst es veranlasst hast. Über lange Zeit in der dir die Würde genommen wird, verlierst du auch den positiven Bezug zu dir selbst. Mit jedem Mal in dem du einer Person gegenüber sitzt die sich über dich zu verfügen in der Lage sieht, ist dir ein Stück davon abhanden gekommen. Du vegetierst dahin und glaubst es wäre alles was du dir vom Leben erwarten darfst. Doch das ist falsch.

Es ist sehr wichtig sich darüber bewusst zu werden, dass du es bist der das Denken den anderen überlässt. Du bist es der sich selbst entfremdet, wenn du versuchst den Kältegrad zu unterschreiten, der hier in der Gesellschaft vorhält um ja nur mitzukommen. Doch damit verarscht du dich nur selbst. „Schwarzer Mann weiße Masken“ hätte es Frantz Fanon genannt. Niedere Tätigkeiten sind nur dafür da dir glauben zu machen, du wärst auch etwas niederes. Auch das ist falsch. Du nimmst diesen Glauben an, nachdem die Frage dir ja „konkludent“ gestellt wurde. Warum? Weil du der Meinung bist, ohne Arbeit wärst du nicht einmal würdig ein Mensch zu sein?

Deine Reaktion auf ein K-Wort welches eine positive Utopie darstellt, gerade für Menschen die ihre Arbeitskraft verkaufen müssen, sie lässt dich darauf schließen was du insgeheim schon geahnt hast. Du bist es gar nicht mehr gewohnt zu agieren, du reagierst nur noch. Und wen trifft es dann? Du stehst wie die Menschen in einem Computerspiel an der Werkbank, deine KI ist unterirdisch, bewegst dich statisch, leicht apathisch. Aber solange man dich nicht stört ist alles im Lack. Greift dich hingegen ein verwirrter Spieler an, dann bekommt der deinen starken Arm zu spüren. Doch HALLO, der hat dich da doch nicht hingestellt. Das waren die Programmierer, die dich in ihre Routine packten. Die Politiker in ihrer Routine.

Du sollst da stehen und an einem Monitor herumklappern, ohne das es einen Sinn ergibt. Nur der Regelsatz hält dich noch am Leben. Im Spiel ist es eine Beatmungsmaske. Du wirst nicht für etwas anderes gebraucht als dafür laut JAA zu rufen, wenn das Spiel verboten werden soll, es ist schließlich ein Killerspiel! Und zwar genau nachdem dir aufgefallen ist, im Computerspiel ist nichts echt. Du musst ja gar nicht leben wie der Arbeiter im Spiel. Nicht töten wie die Soldaten. Vermische nicht das Computerspiel und die Realität.

Die Realität beinhaltet die Möglichkeit zu den Programmierern aufzuschließen und erst wenn der letzte von uns mal einen blog betrieben hat, oder ein Script geschrieben, werden wir gemeinsam dahinter kommen. Hinter das große Geheimnis was es bedeutet sich nicht zu fühlen, wie das was du sein sollst, sondern das zu leben, was du sein willst. Mach Fehler, sei dumm, sei nett, aber sei nicht das was andere von dir erwarten, wenn du selbst es nicht willst! Und was macht der Kapitalist, wenn auch du ein Programmierer bist?

Statistisch gesehen

Geht es uns gut. Blendend gar. Strahlend mitunter.

Statistich gesehen hat der Leiharbeiter einen Lohnzuwachs, der Erwerbslose eine Regelsatzerhöhung, der Kleingewerbe treibende einen saftigen Zuwachs an Einnahmen und zwar aus dem steigenden Wohlstand einer Gesellschaft, in der das Wort Wir nicht einzig und alleine dazu tauglich ist geliebte Ausgrenzung zu konturieren. Statistisch gesehen müsste auch ein Raucher gesünder werden, mit jedem Mal wenn er anfängt wieder aufzuhören. Statistisch gesehen müsste ich Ahnung haben, von meiner Hardware, von meiner Software und ich müsste schon längst einen Blog betreiben der auch schön anzusehen ist. Leider ist da aber eine hämische Komponente dazwischen. Die nennt sich: Realität.

In der Realität hat der Leiharbeiter keinen Lohnzuwachs und wenn er einen hatte, dann ist der so gering ausgefallen das er den Verlust der vergangenen Jahre, in denen er dabei zusehen durfte wie andere Leute seine Arbeitskraft um tausend Wetten verschebelten, wie seine Arbeitskraft defacto enteignet wurde und dann mit ihr gehandelt und gedealt bis sie zu ihm zurückkehrte, in Form von wenigen Euro die er aufstocken musste und zwar mittels unmoralischem Griff in den gefühlten Wohltätigkeitsfonds der Enteigner, nicht einmal ansatzweise richtig verstanden hat, wenngleich ihn irgendwie ein seltsames Pleitegefühl plagt.

Und diese seinen verbliebenen Euro, waren nicht dazu geeignet sich Freunde zu machen. Genau, denn er nahm sie an! Ganz ohne Demut und ohne Dankbarkeit, das er doch schließlich arbeiten durfte. Bei der Firma, mit dem tollen Service, da wo die Blaumänner vorrätig sind, die man ihm vom nächsten Gehalt wieder abzog. Dekadenter Schnösel! Deshalb hat er ja auch die Klagen beim Arbeitgericht am Hals, in denen er um die verbliebenen Euro seiner Ware Arbeitskraft feilschen muss. Und da er aufstocken musste, dieser den Wettbewerb verhindernde Leistungsverweigerer, war es für ihn von eminenter Bedeutung für einen Regelsatz auf die Straße zu gehen, der dazu geeignet ist, einen anständigen Lohn zu reproduzieren. Statistisch gesehen passieren ja auch mehr Unfälle im Straßenverkehr als auf einer Demonstration. Doch da war doch noch was? Achja, die Realität tut weh und zwar auch im wahrsten wie im Wortsinn. Erst die Schläge auf der Demo, dann die Schelte vom Chef und dann die Kündigung. Toll!

Bleibt also noch der Regelsatz alleine und der regelt etwas. Nur was das ist, mh.. weiss keiner so genau der davon nicht auch betroffen ist. Statistisch gesehen nährt er den Wohlstand in der Gesellschaft, statistisch gesehen hat der Schnorrer aber Ersparnisse von 60000 Euro auf der hohen Kante, die muss er ja auch erst einmal aufbrauchen bevor die Realität für ihn in Kraft treten darf.

Nicht das er auf die Idee kommt seinen Reichtum dem Kleingewerbe treibenden in den Hals zu schütten, der davon ja eh nur wieder die Realität versaufen würde, wie es die Statistik schon richtig anmerkt. Nämlich die seien Realität, das die Insolvenz ansteht. Das sollte er schleunigst realisieren, auch wenn die Statistik aussagt, das er doch eigentlich gut dastehen müsste. Wir alle haben vom Wettbewerb profitiert, also statistisch gesehen! Also du auch, begreif das endlich und nerv nicht weiter. Setz dich vor deinen Rechner und schreib den Frust heraus, statistisch gesehen solltest du doch in der Lage dazu sein, den Leuten etwas zu geben was sie hören wollen. WIR warten!!! Statistisch gesehen müssten mir Rechtschreibfehler im Text auffallen. In der Realität gefällt mir aber nicht, was das dann über mich aussagen würde. Also bleiben wir bei der Statistik!:-)

Öffentlicher Dienst

ich möchte hier meine Meinung im Bezug auf einen Text von Alban Werner DIE LINKE zum öffentlichen Dienst kundtun.

Der erste Punkt der für einen positiven Bezug für den öffentlichen Dienst angeführt wird, ist der des ökonomischen Sinnes dahinter. Das hier knappe Kassen angeführt werden, um dem öffentlichen Dienst etwas entgegen halten zu können, halte ich nicht für perspektivlos. Im Gegenteil es gibt noch eine Menge wirklich guter Gründe die gegen einen öffentlichen Dienst sprechen. Leider habe ich fast keinen im Text gefunden. Fangen wir damit an, dass ein öffentlicher Dienst im kapitalistischen System nicht nur stabilisierend -was richtig angemerkt wurde- sondern auch erhaltend wirkt. Der öffentliche Dienst innerhalb der Verwertungs und Effizienzlogik die dem kapitalistischen System stets implizit sind, wird dazu führen das eine zweifellos größer werdende Masse an aus der vom Konto der Neufeudalisten, -genannt Wirtschaft- ausgeschlossenen, eine neue Anstellung finden wird, die krisensicher auf dem Rücken derjenigen ausgetragen wird, die nicht profitieren von diesen Stellen. Wenn wir von einem öffentlichen Dienst sprechen, müssen wir auch über das schmerzhafte Wachstum eines Heranwachsenden reden. Es ist nicht so das man etwas aufbauen kann während es im Gedanken schon fertig ist, denn Wege zum Kommunismus, oder lieber zu einer kommunikativen Umgangsform miteinander müssen erst noch gefunden werden.

Heute sind wir in der Situation das es in den Ämtern Behörden und sonstigen staatlichen Einrichtungen eine alles unterwerfende Effizienzlogik gibt, die eine strategisch sinnvolle Akquise erhaltender und regenerativer Arbeitsplätze verunmöglichen wird. In ferner Zukunft mag es vorstellbar sein, dass hier eine bessere Unterfütterung mit einer anderen Denkart, stattgefunden hat. Mit der heutigen Logik aber, wird man ein Gefälle produzieren, sowohl in der Wertung des Einzelnen, wie auch im moralischen Konsens der Gesamtgesellschaft. Genauer gesagt, es wird die einen geben die haben und die anderen die nicht haben. Genau wie heute.

Die Gleichheit wird hier mit Füssen getreten, sollten Erwerbslose nicht auch als anerkannte Arbeiter einen Lohn bekommen, der eine Entsprechung findet in der Höhe des Lohnes eines Angestellten im öffentlichen Dienst. Denn unter‘m Strich zählt nicht die Ökonomie, sondern die Sinnhaftigkeit einer Arbeit im öffentlichen Dienst. Reden wir darüber, dass arbeiten der Arbeit wegen richig ist? Oder reden nur ich darüber das Arbeit einen Sinn bekommen muss? Und zwar unter Berücksichtigung der individuellen Fähigkeiten, dem Wunsch des Einzelnen entsprechend und vor allen Dingen darf die Arbeit nicht perspektivlos sein. Der Arbeitsplatz muss sich verändern können, er muss flexibel sein, er muss dem Menschen die Freiheit geben sich auch verändern zu können. Die Gesellschaft kann man nur verändern, wenn man auf seinem Arbeitsplatz nicht gezwungen wird, sich selbst zu verändern. Wobei auch dieser Wunsch, also das die Arbeit dich verändern darf, durchaus seine Berechtigung hat und dann auch möglich sein sollte für denjenigen der den Wunsch danach verspürt. Mir persönlich wäre es aber kein Anliegen.

Das öffentlicher Dienst nicht sexy klingt, liegt wohl eher daran das man als Bediensteter stets einen Herren dulden muss. Ob das der Staat ist, oder die Privatwirtschaft, ist egal. Sexy würde es klingen wenn wir von einem neuen Arbeits und Gesellschaftsbild ausgehen und das Wort Dienst vergessen. Eine Welt in der jeder Frei ist und dadurch alle frei sind, sich als Gleiche zu entfalten. Das ist aber nur eine ferne sozialistischen Utopie. Im Moment geht es doch eher darum das System etwas nach links zu verschieben. Es wird nicht aus den Angeln gehoben und es wird aber auch nicht erhalten, es wird verschoben wenn es nach meinem Wunsch gehen würde. Das Grundgesetz sieht vor das man genau diesen Schritt gehen darf, vielleicht sogar sollte, wenn die bisherigen Wege zu einem kommunikativen Konsens nicht ausreichend die Freiheit und Würde des Einzelnen und damit aller berücksichtigten.

Keinen Personalabbau im öffentlichen Dienst würde ich nicht fordern wollen. Sondern einfach keinen Lohnverlust. Wir arbeiten nicht der Arbeit willen, nicht mehr. Das ist eine Erkenntnis die man den Angestellten und oftmals damit unglücklichen im öffentlichen Dienst fröhlich mit auf den Weg geben kann, wenn sie oder er, nicht mehr geneigt ist, einen Job zu machen, der unglücklich macht. Diejenigen die glücklich sind, werden dann eben bleiben und ihren Job weitermachen. Aber muss es denen dann besser gehen, als denen die sie verwalten und bestenfalls -für die Zukunft- helfen dürfen? Ich meine nein.

Das bedeutet nicht das die Angestellten ihren Job aufgeben müssen, auch das Gehalt nicht. Es bedeutet aber ebenso das sie gleichstarken Verhandlungspartnern gegenüber sitzen werden, wenn es um Wunsch und Realität geht. Eine Annäherung. Kommunikation im besten und im eigentlichen Sinne. Meine Meinung ist, die Vorstellung eines öffentlichen Dienstes muss konkreter werden und sich mit der derzeitigen Situation befassen, in der Erwerbslose unfrei und geknechtet sind. Sie unterliegen ja eben jenen die im öffentlichen Dienst arbeiten. Sie können zwar dann zukünftig eigene vermutlich zerstörerische und schlechte Jobs in Analogie zur derzeitigen Wirtschaftsmenatlität bekommen. Aber die will eben nicht jeder haben, oder im Moment wohl eher ertragen.

Erst einmal muss jegliche Sanktion aus dem SGB II gestrichen werden! Und erst dann gibt es eine Ausgangssituation für ein Weiterdenken über den öffentlichen Dienst. Eine kommunikative Situation!

Vollumfänglich

Der Innenminister der Christlich Demokratischen Union Deutschlands im Lande Niedersachsen, möchte nicht nur, er wird die LINKE auch weiterhin vollumfänglich beobachten lassen. Ja und das „droht“ er im Nachhinein jetzt auch wieder einmal an. Die Debatte im niedersächsischen Landtag hatte schon eine gewaltige Strahlkraft, vor der sich in der Tat niemand entziehen konnte, muss man so sagen. Also Klartext Leute, wie viele haben wohl tatsächlich eingeschaltet, als die Landtagsdebatte geführt wurde zu einem.. einem…:

Wort

Ich habe es in der JW nachgelesen, was dort so alles gesagt wurde. Die FDP trat gleich mit ihrer markant freiheitlichen Attitüde an und stellte fest, dass jegliche Debatte ob die Linkspartei vom Verfassungsschutz beschattet werden müsste nun erledigt sei. Ein recht absoluter Anspruch, oder nicht? Gab es eine Debatte innerhalb der FDP dazu? Und wenn ja, wozu das denn? Die sind doch ohnehin das Gegenteil von dem was die LINKE in ihrem Programm hat. Ebenso gibt es keine Debatte innerhalb der LINKEN ob die FDP beobachtet werden müsste, wozu sollte das gut sein? Bei der LINKEN sind sich doch wohl alle einig, dass das Geld sinnvoll verwendet werden muss. Da ist für derartige Spielereien die man sich mit Steuergeldern rausnimmt, einfach kein Platz. Zudem ist es zutiefst antidemokratisch.

Schön auch die Aussage vom Linkspolitiker Manfred Sohn das er sich nie träumen hat lassen, dass es ausgerechnet die FDP sei, die ein Thema auf die Tagesordnung setzt: Wege zum Kommunismus, wer geht mit? Würde DIE LINKE die CDU vollumfänglich oder auch nur mit öffentlich zugänglichen Quellen überwachen lassen, was würde dann wohl für eine Diskussion im NachDDRDeutschland kurz: NDDRD aufkommen? Sehr geschickt auch wie die CDU um ihre eigenen Geschichten herumlaviert. Das ist doch der wahre Grund! Sie fürchten sich vor ihrer eigenen Geschichte. Vielleicht, oder eher sehr wahrscheinlich ist noch nicht alles reingewaschen was so an ihr hängt. Umso wichtiger das hier konsequente Aufklärung vorangetrieben wird. Die LINKE hilft der CDU dabei indem sie an die Verantwortung appelliert, die eine Partei nun einmal hat, die sich in Regierungsverantwortung befindet. Es kann kein Schlussstrich unter die historische Aufarbeitung gezogen werden, wenn Nazis durch die CDU (huch da ist ja auch die Rede von der SPD) in hohe Ämter kamen und die Bundesrepublik nachhaltig geschädigt haben. Das sieht der Innenminister im Bezug auf die DDR ja auch so, sicher wird er da nicht widersprechen wollen.

ukst