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oder: der lahme Tanz um die Begrifflichkeit von guten Ideen

ich bin mir sicher das der Kapitalismus nicht das Ende der Geschichte sein wird, doch habe ich Grund zu der Annahme das ich auf meiner persönlichen Suche nach einem Weg in den Kommunismus, oder in den Sozialismus, oder einen demokratischen Sozialismus irgendwann, das noch auszusprechende Wort verlieren werde, welches am besten beschreibt, wie ich mir eine gerechtere Gesellschaft vorstellen könnte.

Ehrlich gesagt meine ich, die Begrifflichkeiten sind wie ein Tanz um ein Mysterium und leiten Gedanken auf einen uneinholbaren unnützen Vorgang der Definition von einem Wort als Bewegung. Stets in Anlehnung an die derzeitigen Vorstellungen von Hierarchie -Zementierung selbiger? Diese Wortbewegungen kommen mir träge vor, sind daher eher Walzer als Samba, in einer Zeit des melancholischen Dahinschleppens eines sich selbst um die Wahrhaftigkeit der Ewigkeit gebrachten Kapitalismus, muss die Notation des Neuen aber doch keinen Mollklang offerieren, vielleicht sollte sie es auch gar nicht?

Und ich empfinde es als Fehler eine solche Diskussion führen zu wollen, während mich doch dasselbe bewegt, wie viele meiner Mitmenschen auch. Ich persönlich glaube ihnen allen ja, dass sie dies und das und jenes sein möchten. Es ist aber ein Fehler den ich nicht machen werde, meine Mitmenschen mit einer Reduzierung auf ihre gefundene Begrifflichkeit „ihre Wörter“ zu bestrafen, um damit ein Mysterium zu unterstützen, welches wie ein Gebet an eine nicht vorhandene, übernatürliche Wesenheit meine Zeit stehlen würde.

Zeit zumal, die genutzt werden könnte, um zum Beispiel davon abzuhalten wenigstens einen kurzen Blick auf das kommunistische Manifest zu riskieren, haben wir indes genug. Nicht zuletzt ein K-Wort ist dem R-Wort in der politischen Sphäre des großen Schweigens dicht auf den Fersen. Und die atemlose Jagd lässt keinen Platz in der Lunge der Natur des Menschen, für die Rückbesinnung auf das Wesen einer gerechteren Gesellschaft und damit seinem eigenen Leben.

Doch zu wenige trauen sich aus dem verschlossenen Traum ein auf neuem Fundament erbautes Gebäude ihres eigenen Willens entstehen zu lassen. Ein Risiko einzugehen, die Gesamtheit im Blick, ohne dafür selbst zur Haftung herangezogen zu werden, kann es nicht geben. Sanktionen sind die ausbrechenden, sträflich vernachlässigten Gedanken vieler Jahre mit Denkverbot. Verhangen durch den Nebel einer getrübten Sicht. Doch Vorsicht ist geboten, der persönliche Einsatz ist hoch!

Nichts geringeres als das selbstgefällige Selbstverständis von Generationen steht auf dem Spiel. Aufzugebende Glaubensgrundsätze die sich der Lüge bedienten, um das Kollektiv nach ihrem Willen zu formen, welches sich bedingunglos dem Kapitalismus unterwarf, sind der hohe Einsatz in dieser Börse deines Verstandes. Hier kannst du mit dir selbst ausmachen, ob du dein Leben von der Willkür anderer abhängig machen willst, oder ob du anfängst dein Leben als Mensch in die Hand zu nehmen.

Begriffe wirst du deine eigenen verwenden, doch meinen werden wir fast dasselbe, wenn wir uns eine gerechtere Gesellschaft tatsächlich vorstellen können. Die durchaus auch kommunistisch genannt werden darf, mir wärs nicht wichtig. Ich persönlich mag „demokratischer Sozialismus“ denn es ist mir wichtig Zeichen zu sehen, dass eine Vorstellung von Neuem stets auch diejenigen im Blick hat und ihnen so gut wie möglich gerecht zu werden versucht, die nicht auf der Suche sind. Mit Gewalt ist noch jede Idee zum scheitern gebracht worden und sei sie auch noch so gut.

Das „K-Wort“ darf niemals Krieg bedeuten! (Anm.Paradox oder? „K-Wort“=Ungerechte Vorstellung ? vs. „Krieg“=Realität!) Sondern es muss Frieden sein, der von ihm ausgeht. Meiner Meinung nach und ich vertrete hier nur meine Meinung wird die Bewegung nicht eine zaghafte Reformation des bestehenden sein können. Sondern die Umgestaltung der Wirtschaft im Rahmen des Grundgesetzes muss das Ziel sein und dafür muss es eine mit den Wertschaffenden eng verbundene Bewegung sein, die dieses Ziel umsetzt. Dafür zu werben, ist mein Anliegen.

Die Bewegung darf aber wiederum nicht den Weg der Eitlen gehen, um Knotenpunkte zu verhindern. Das hat die SPD schon falsch gemacht. Dennoch ist Eigenständigkeit eines Programms keine Wortspielerei, sondern wird erarbeitet in einem Diskurs zwischen Menschen. Begrifflichkeit hin oder her. Begreifen ist wichtig.

Lest das kommunistische Manifest. Solltet ihr Zeit dazu haben.