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du ich wir

oder: der lahme Tanz um die Begrifflichkeit von guten Ideen

ich bin mir sicher das der Kapitalismus nicht das Ende der Geschichte sein wird, doch habe ich Grund zu der Annahme das ich auf meiner persönlichen Suche nach einem Weg in den Kommunismus, oder in den Sozialismus, oder einen demokratischen Sozialismus irgendwann, das noch auszusprechende Wort verlieren werde, welches am besten beschreibt, wie ich mir eine gerechtere Gesellschaft vorstellen könnte.

Ehrlich gesagt meine ich, die Begrifflichkeiten sind wie ein Tanz um ein Mysterium und leiten Gedanken auf einen uneinholbaren unnützen Vorgang der Definition von einem Wort als Bewegung. Stets in Anlehnung an die derzeitigen Vorstellungen von Hierarchie -Zementierung selbiger? Diese Wortbewegungen kommen mir träge vor, sind daher eher Walzer als Samba, in einer Zeit des melancholischen Dahinschleppens eines sich selbst um die Wahrhaftigkeit der Ewigkeit gebrachten Kapitalismus, muss die Notation des Neuen aber doch keinen Mollklang offerieren, vielleicht sollte sie es auch gar nicht?

Und ich empfinde es als Fehler eine solche Diskussion führen zu wollen, während mich doch dasselbe bewegt, wie viele meiner Mitmenschen auch. Ich persönlich glaube ihnen allen ja, dass sie dies und das und jenes sein möchten. Es ist aber ein Fehler den ich nicht machen werde, meine Mitmenschen mit einer Reduzierung auf ihre gefundene Begrifflichkeit „ihre Wörter“ zu bestrafen, um damit ein Mysterium zu unterstützen, welches wie ein Gebet an eine nicht vorhandene, übernatürliche Wesenheit meine Zeit stehlen würde.

Zeit zumal, die genutzt werden könnte, um zum Beispiel davon abzuhalten wenigstens einen kurzen Blick auf das kommunistische Manifest zu riskieren, haben wir indes genug. Nicht zuletzt ein K-Wort ist dem R-Wort in der politischen Sphäre des großen Schweigens dicht auf den Fersen. Und die atemlose Jagd lässt keinen Platz in der Lunge der Natur des Menschen, für die Rückbesinnung auf das Wesen einer gerechteren Gesellschaft und damit seinem eigenen Leben.

Doch zu wenige trauen sich aus dem verschlossenen Traum ein auf neuem Fundament erbautes Gebäude ihres eigenen Willens entstehen zu lassen. Ein Risiko einzugehen, die Gesamtheit im Blick, ohne dafür selbst zur Haftung herangezogen zu werden, kann es nicht geben. Sanktionen sind die ausbrechenden, sträflich vernachlässigten Gedanken vieler Jahre mit Denkverbot. Verhangen durch den Nebel einer getrübten Sicht. Doch Vorsicht ist geboten, der persönliche Einsatz ist hoch!

Nichts geringeres als das selbstgefällige Selbstverständis von Generationen steht auf dem Spiel. Aufzugebende Glaubensgrundsätze die sich der Lüge bedienten, um das Kollektiv nach ihrem Willen zu formen, welches sich bedingunglos dem Kapitalismus unterwarf, sind der hohe Einsatz in dieser Börse deines Verstandes. Hier kannst du mit dir selbst ausmachen, ob du dein Leben von der Willkür anderer abhängig machen willst, oder ob du anfängst dein Leben als Mensch in die Hand zu nehmen.

Begriffe wirst du deine eigenen verwenden, doch meinen werden wir fast dasselbe, wenn wir uns eine gerechtere Gesellschaft tatsächlich vorstellen können. Die durchaus auch kommunistisch genannt werden darf, mir wärs nicht wichtig. Ich persönlich mag „demokratischer Sozialismus“ denn es ist mir wichtig Zeichen zu sehen, dass eine Vorstellung von Neuem stets auch diejenigen im Blick hat und ihnen so gut wie möglich gerecht zu werden versucht, die nicht auf der Suche sind. Mit Gewalt ist noch jede Idee zum scheitern gebracht worden und sei sie auch noch so gut.

Das „K-Wort“ darf niemals Krieg bedeuten! (Anm.Paradox oder? „K-Wort“=Ungerechte Vorstellung ? vs. „Krieg“=Realität!) Sondern es muss Frieden sein, der von ihm ausgeht. Meiner Meinung nach und ich vertrete hier nur meine Meinung wird die Bewegung nicht eine zaghafte Reformation des bestehenden sein können. Sondern die Umgestaltung der Wirtschaft im Rahmen des Grundgesetzes muss das Ziel sein und dafür muss es eine mit den Wertschaffenden eng verbundene Bewegung sein, die dieses Ziel umsetzt. Dafür zu werben, ist mein Anliegen.

Die Bewegung darf aber wiederum nicht den Weg der Eitlen gehen, um Knotenpunkte zu verhindern. Das hat die SPD schon falsch gemacht. Dennoch ist Eigenständigkeit eines Programms keine Wortspielerei, sondern wird erarbeitet in einem Diskurs zwischen Menschen. Begrifflichkeit hin oder her. Begreifen ist wichtig.

Lest das kommunistische Manifest. Solltet ihr Zeit dazu haben.

Eigene Gedanken zu alten Schriften

ein paar lose Gedanken zu Rosa Luxemburgs Aufsatz Reform oder Revolution. Ich beziehe mich ausschließlich auf das Vorwort das ganze Werk muss ich mir noch erschließen. Doch ich konnte nicht anders als dazu ein paar eigene Gedanken auf das heutige System zu übertragen. Vielleicht verhilft es der-dem ein oder anderen zur Inspiration für eigene vielleicht sogar weitergehende Gedanken.

Den Kampf um eine Sozialreform zu gewinnen, sollte sich eine einseitig auf dem wissenschaftlichen Standpunkt und aber unvermittelten Ideal des demokratischen Sozialismus stehende SPD wiederum nicht mehr wünschen. Nicht nach den Erfahrungen, die mit der Sozialdemokratie gemacht wurden, die sich als alleinige Vertretung einer Schicht sah (sehen musste) dessen Wesen sie nicht kennen konnte. Denn die Knotenpunkte bildeten sich nicht durch wissenschaftliche Diskurse alleine, wie von ihr angenommen wurde. Ich persönlich stehe bildungsmässig viel zu weit unter der Schicht von Akademikern um mich an ihrer Sprache erfreuen zu können und hätte damit auch keine Grundlage die SPD zu wählen gehabt, das trifft für mich im gleichen Masse auf die Grünen zu, die sind aber hier kein Thema, wie generell für mich nicht.

Das stete ausgrenzen von Sozialisten ohne Doktortitel und Kommunisten ohne Partei mit einem Drang nach Freiheit und Menschenrechten, konnte nicht als Problemlösung geeignet sein. Die Wahrheit ist schlicht, auf einem Bein kann niemand auf Dauer stehen und schon gar keine parlamentarisch lange etablierte Partei, die sich nicht entscheiden kann, ob Arbeiter nun die Bösen sind, oder nicht.

Versuche aus den mit weniger bildungsbürgerlichem Duktus ausgestatteten Millieus Anschluss an eine solche wissenschaftliche und damit ausserhalb ihrer eigenen Sphäre geführten Debatte zu finden, blieben meiner Erfahrung nach stets erfolglos. Denn man nahm Arbeiter innerhalb der Sozialdemokratie nicht als reelle Chance für einen Wandel wahr. Sondern im Gegenteil, dichtete die Sozialdemokratie ihr den Verdruss einer versagenden Schicht von abgehängtem Proletariat an, welches nicht in der Lage zu sein schien, sich freudig in den Sozialismus zu ergeben, der sich mit der Einführung eines Niedriglohnsektors und Leiharbeit für sie ergeben hatte. Es war das Werk rein akademisch isolierter Denker, ohne praktisch ausführenden und nachjustierender Lenker. Wobei es nach wie vor fraglich ist, was zuerst kommen muss um den Karren zumindest erst einmal aus dem Dreck zu ziehen.

Keiner derjenigen die ihre „Haut zu Markte“ tragen müssen, war dabei als die Gesetze verabschiedet wurden, die den Abschied von unprekären Arbeitsverhältnissen bedeuteten. und wenn die Sozialdemokratie ganz ehrlich ist, dann wird sie zugeben, das es ihr seit Generationen schädlicher werdender Kommunistenkomplex ist, der sie daran hinderte über ihren Schatten zu springen und endlich diejenigen zu Wort kommen zu lassen, die die Hauptlast dieser Gesellschaft schon immer trugen -Leistungsträger. Die Bescheidenheit der Arbeiter, die sich angeblich nicht zu Wort melden wollen, sie ist eine Lüge. Das Verbot kommunistischer Parteien, geschriebene deutsche Geschichte.

Aber wenn diese Stimme links der Sozialdemokratie dabei gewesen wäre, so möchte man die Sozialdemokratie fragen, wäre es dann anders gewesen? Wie hätte die Reform ausgesehen? Lohnt es nicht darüber nachzudenken und sich für die Zukunft neu zu ordnen, aus berechtigtem Grund der in der gemachten Erfahrung einer Sozialreform liegt, die der SPD ein ganz klares Versagen attestiert? Es wäre für die Sozialdemokratie gut das gedankliche Rad noch einmal zurück zu drehen, bis zu dem Zeitpunkt vor der Hartz IV Reform. Dem Zeitpunkt vor dem Sieg der Sozialreform gegen die SPD.

Hätte ein Arbeiter tatsächlich zugesagt seinen Lohn abzugeben, damit allein eine neue Gruppe von Kleinbürgern auf ihre Kosten zu Reichtum aufsteigt? Wäre es nicht viel richtiger gewesen, die Ausgestaltung der Leiharbeit zusammen mit denjenigen zu betreiben, die die Mehrheit auch innerhalb des Betriebes bilden? Schon mal gefragt warum die keinen Bock auf Politik haben? Weil keine Zeit vorhanden ist, sich Gedanken zu machen, zu endlos wirr erscheinenden Debatten die sie nicht verstehen, weil sie ihre Arbeit nicht teilen dürfen, um damit Zeit zu gewinnen die sie in die Kultur fließen lassen könnten und damit auch fast unmittelbar in die Politik. Meine Meinung ist: Arbeiter hätten zuerst die Reduzierung des Arbeitszeit gefordert, bevor sie überhaupt weiter denken hätten können. So wie das mit dem ÖBS und den Erwerbslosen auch nicht anders ist. Im Hinterkopf habe ich die Forderung der LINKEn nach einem ÖBS. Erst muss Zeit erkämpft werden. Sanktionslose Zeit. Für alle die ihre Arbeitskraft verkaufen müssen, das wäre meine bescheidene Meinung dazu.

Es spricht aus Sicht der Sozialdemokratie nichts gegen einen Chef an der Spitze dieser Leiharbeitsfirmen, das leuchtet mir schon alleine deshalb ein, weil sie selbst genau diesen Abdruck in ihrer Partei vorherrschen lässt. Aber was hätte dagegen gesprochen, sich darüber Gedanken zu machen, was damit alles zusammenhängt? Wer die Hauptlast auch in Zukunft tragen wird müssen. Wer ist es denn der immer flexibel sein muss, immer im ungewissen leben, immer die Erniedrigung ertragen müssend sich als Knecht verleihen zu lassen. Dieser Zustand der „Unwissenheit“ der macht einen Knecht aus dem Menschen, der seine Arbeitskraft alleine hat, die er verkaufen kann.

Doch nicht einmal diese kann er selbst anbieten. Sie wird von einem „Anbieter“ auch genannt „Chef der Leihklitsche“ angeboten. Wie ein massgeschneiderter Anzug kommt die bestellte Ware beim Entleiher an um dort für das passende Klima zu sorgen. Man könnte auch gleich ein Rudel Hunde in die Werkshalle scheißen lassen. Die Anwesenheit des Geruches wäre nicht minder störend, wie die Anwesenheit eines Arbeitsplatzgefährders für die Stammbelegschaft, die ihre Mittagspause in derselben Halle verbringt. Ist doch so! Die Menschen werden behandelt wie ein Stück von dieser Masse, die wohl nicht braun genug ist um zu begreifen das sie selbst Schuld ist.

Ohnehin ist das ziemlich unklug was da von pseudo Arbeitsplatz Besitzern an Feindseligkeit ausgeht, wo Zusammenhalt gefragt ist. Nicht die Arbeit besitzt ihr möchte man rufen, die Arbeit ist der Deckel unter dem ihr steckt, tief im Topf mit der braunen Soße guckt nur noch euer Kopf über den Rand. Ausgrenzer befinden sich damit in bester Gesellschaft, die zweifellos immer kleiner wird. Denn die Temperatur steigt mit den Kündigungen und unter der Hitze wirft die Soße Blasen, wenn die aber platzen dann kommt es genau wie bei unserer mitterweile auch von mir halbwegs verstandenen Immobillienblase zu dem Effekt das die Ausgrenzer die ausgegrenzten sind und aus der Soße herausplatzen. Die Soße ist ein nationales Hausgericht und die logische Folge der braunen Agenda.

Mir kommt das eigentlich eher so vor, dass die Sozialdemokratie besser damit fährt einfach nur um des kämpfens willen eine Sozialreform erkämpfen zu müssen. Schließlich fallen dabei teilweise kleine Verbesserung auch für die Arbeiter ab. Die Machterlangung der Sozialdemokratie liegt nun schon einige Jahre zurück und die Ergebnisse sind nicht sehr schmeichelhaft für eine „Bewegung“ die tatsächlich vom wissenschaftlichen Sozialismus in die Gesellschaft deligiert werden sollte.

Für die Sozialdemokratie bildet der alltägliche Kampf um Reformen den größten Irrtum, der sie stets davon abbrachte die bestehenden Verhältnisse zu verbessern. Doch im Endeffekt wäre ja auch das nur Makulatur an einem Wirtschafssystem welches immer wieder crashen wird, das weiss jeder. Aber irgendwie scheint da eine Wesenheit zu existieren die es wohl doch irgendwie wieder gut machen wird, oder? Herausgeschält hat sich nach der „Reform“ nur ein Kern, der mit alten Namen noch ältere Bewegungen anführte, die nach rechts abdrifteten.

So fürs erste wars das. Vielleicht setze ich meine Gedanken noch fort sobald ich die komplette Arbeit durchgelesen habe. Dann könnten eventuell auch noch einige Verbesserungen stattfinden. Doch die Inspiration ist ein Geschenk, welches ich schon jetzt nicht mehr zurückweisen möchte.

Gestaltungspotenzial Erbschaftssteuer

Gier als Erklärung für das kollabieren eines Wirtschaftssystems herzunehmen ist dürftig. Es ist aber auch ein wenig peinlich und zeugt von einem Unvermögen endlich einsehen zu können, dass es faktische systemimmanente Ursachen gibt die derartige Schieflagen heraufprovozieren. Das sage ich, der sich nicht erdreisten wollte von sich zu behaupten die Schriften von Marx auch nur im Ansatz gelesen, geschweige denn verstanden zu haben. Davon verstehe ich nur was so im internet gut genug vermittelt wird. Es ist einfach so, auch ich rieche wenn es stinkt, mehr nicht.

Vor dem Hintergrund der nachwirkenden Wirtschaftskrise noch zu behaupten Neid würde die Gesellschaft umtreiben im Hinblick auf den gesamtgesellschaftlichen Reichtum einer kleiner werdenden Gruppe, ist eine interessengeleitete Aussage der Krisenverursacher. Denn die Wahrheit ist, es ist schlicht eine „himmelschreiende“ Ungerechtigkeit dabei zusehen zu müssen wie das Sozialsystem abgebaut wird, obwohl es auch Perspektiven dazu gab und natürlich auch gibt.

Das auch in Zeiten der Wirtschaftskrise keine nennenswerten Einnahmen aus einer Erbschaftssteuer generiert wurden um das Gemeinwohl zu stärken, ist ein weiterer Fakt. Es wurden in der Tat wieder einmal keine steuerlichen Beteiligungsmöglichkeiten geschaffen, die Politik hat da bewusst ausgegrenzt behaupte ich. Über die möglichen Beweggründe mag ich hier nicht spekulieren. 2007 hätte Deutschland mit der Erbschaftssteuer Frankreichs zum Beispiel ein zusätzliches Steueraufkommen von 11 Milliarden Euro (alleine aus der Erbschaftssteuer!!) gehabt. Hier wäre man ja schon froh wenn man es bis 7 Milliarden Zusatzeinnahmen brächte ohne gleich als Verbrecher zu gelten, weil man sich nicht an das Denkverbot „Steuererhöhung“ hält.

Im derzeitigen Erbschaftssteuersystem wird getrickst um sanktionslose Regeln zu umgehen, da aufgrund geschickter Erbschaftsgestaltung so gut wie nie der derzeit höchste Steuersatz von 50% greifen wird. Der wird nämlich erst bei Erbschaften ab 6 Millionen Euro fällig. Meiner Meinung nach muss man die immanenten Fehler dieser Besteuerung zugeben. Es müsste so eine Art Dynamik geben, die im Erbrecht einen effektiveren Ansatz darstellt. Dynamisch und flexibel könnte das dazu führen das der Steuersatz schneller als heute steigt und damit gerechter wird.

Ich meine isoliert betrachtet hätte diese Massnahme vermutlich auch in der Krise nur dazu geführt das sie etwas angefüttert worden wäre, weil es einfach keine Regeln gab, die es allen ermöglicht hätte verantwortlich zu handeln. Dafür bleibt die Gesellschaft zuständig, die Regeln zu stellen. Doch das überlässt man zur Zeit anderen, die damit nachweislich überfordert sind. Es sind schließlich auch nur Menschen.

Wirklich effektiv wäre eine Erbschaftssteuer also meiner Meinung nach nur in einem anderen, gerechteren Wirtschaftssystem eingebettet. Es muss darum gehen diejenigen zur Kasse zu bitten die Freiheit als die berechtigte Zerstörung von Gemeinwohl begreifen und diejenigen zu stärken die ihr Vermögen ordnungsgemäss versteuern und versteuerten. Es kann doch nicht sein, dass diejenigen die tatsächlich nur über ein kleines Vermögen verfügen überproportional besteuert werden, während andere sich daran erfreuen dieselben wenigen Privilegien zu geniessen, wenn sie nur „geschickt“ genug sind.

Ich mag nicht von Steuerbetrug schreiben. Ich denke es ist wohl eher ein Fehler der Regularien, die sind zu schlaff. Da müssen Sanktionen greifen, damit diese Vermögenden die Steuern auch annehmen, die ihnen angeboten werden um sich am Gemeinwohl zu beteiligen. Das würden Sozialpolitiker aus den Reihen derjenigen die hundert Prozent Sanktionen im „Sozialgesetz“ mit verabschiedeten doch wohl auch so sehen, das es Regeln braucht, die auch greifen und Anreize setzen.

Wenn man auch nur annähernd solche drakonischen „Massnahmen“ im Erbrecht hätte, wie die 100% Sanktion im SGB II, würde man wohl analog von Enteignung schreiben müssen, da mag ich nicht mal dran denken!! Doch es gibt zum Glück noch Leute die nicht so knüppelhart und vermessen sind, so etwas durchboxen zu wollen! Ich weiss auch nicht ob das mit dem Grundgesetz kompatibel wäre, denke eher nein. Da hatte ich schon Zweifel als die ersten aufgrund von Hartz IV aus ihrem Häuschen ausziehen mussten… Denn sämtliche Massnahmen müssen immer auch in diesen Rahmen des Grundgesetzes passen und das ist auch gut so. (Anm. Die hundert Prozent Sanktion im SGBII passt aber definitiv nicht in diesen Rahmen!!!)

Meine Quelle zu diesem Text ist in der Hauptsache das Steuerkonzept der demokratischen SozialistInnen von der Partei DIE LINKE.

Was von Wert ist

Die Mehrwertsteuer ist grob ungerecht, sie bevorteilt nur denjenigen, der es nicht nötig hat sie zu zahlen. Es ist doch ein schlechter Witz das Menschen einen Regelsatz bekommen, der darüber verfügt, wieviel die Würde eines aussortierten Menschen heute noch Wert sein darf. Im Gegensatz dazu aber eine Allgemeine Steuer exisitiert, die je höher sie wird, umso mehr auf die Kohle der Arbeitenden Bevölkerung zugreift und nicht zuletzt auch auf das Geld der Sozialleistungsberechtigten. Das wird ja auch gerne vergessen…

Diese MwSteuer reguliert doch so gesehen eigentlich nur, wer sich selbst aussuchen darf, wieviel er sich Wert ist. In der Tat ist da von der Politik ein seltsames Mass angesetzt worden. Im Vergleich: Die einen werden würdelos behandelt mit einem Hungerregelsatz, denn das ist die Regel. Die anderen können sollen und dürfen -von den bisherigen Regierungen so gewollt- sich Mehr Wert sein, als die die arbeiten gehen.

Mal ganz ehrlich, wenn ich so individualisiert mit dieser großen Verantwortung gegenüber der Allgemeinheit belastet würde, würde es mich nicht wundern, wenn ich da auch das Maß verlieren würde, denn wer wird schon gerne so gestraft? Dem Menschen wohnt es inne, dass er bei zu gewaltiger Machtballung in seinen Händen Kontrollverlust erleidet. Nicht in jedem Fall, natürlich nicht. Doch wenn es eine Gruppe gibt, die immer reicher wird, nimmt dazu ja auch die Zahl der Teilnehmenden ab, die noch verantwortungsbewusst zu handeln in der Lage wären. In der sozialen Marktwirtschaft ist es nun einmal so, dass der Rücksichtsloseste den Rückstand bildet, der das ganze Geld anhäuft. Das lag dann aber nicht an ihm, sondern daran dass dieses Wirtschaftssystem welches vom Grundgesetz so gar nicht vorgeschrieben ist, genau diese Mentalität belohnt.

Da wäre ich doch dankbar wenn mir die Allgemeinheit anbietet diese Verantwortung zu teilen. Trotz meiner vergangenen Eskapaden, die ich dann wohl lieber unter dem Mantel des Schweigens betten würde. Wer hat heute nicht lieber Stille um sich, wenn er sieht welche Regierung er da ins Amt gewählt hat? Da sind mit Sicherheit schon einige blogs aus dem www. verschwunden. Doch die Wahrheit lässt sich nicht verschweigen, sie sucht sich ihren Weg und bricht sich gegen alle Lügen Bahn. Muss indes nicht bedeuten das Katastrophen nötig wären um ein ganzes Stück Verantwortung abgeben zu dürfen, da sind viele Reiche zu sehr damit beschäftigt darauf zu starren was sie alles machen mussten. Was sie sich selbst zutrauen…. naja

Es geht auch ganz anders, einfach und besser gerecht! Eine ermäßigte Mehrwertsteuer auf Produkte und Dienstleistugen für Kinder wäre vermutlich auch aus einer christlichen Sicht eine richtige Massnahme im Umgang miteinander. Auch wenn ich Atheist aus Überzeugung bin, so komme ich doch nicht umhin zu sehen das eine große Schar an Gläubigen nicht an Atheisten wie mir krankt, sondern einfach dem inneren Konflikt das richtige zu tun, schon lange die weiße Fahne entgegen strecken. Sie geben in Scharen den Glauben auf, weil gutes gepredigt zu bekommen, etwas anderes ist, als gutes wählen zu können. Christen würden also eine ermäßigte Mehrwertsteuer für Kids doch wohl auch unterstützen oder nicht? Vielleicht täusche ich mich, ich kann es nicht beurteilen, wie das die Religion den Christen vorschreibt.

Apothekenpflichtige Medikamente erwerben zu können, ohne dafür vom spärlichen Verdienst, oder Sozialleistung auch noch den vollen Satz an Mehrwertsteuer zu entrichten, wäre Freiheit im besten Sinne! Denn er würde dafür sorgen das alle teilhaben können, auch an der Entwicklung in der Medizin. Überhaupt warum sollten Ärzte etwas anderes wollen als den Menschen so gut wie möglich zu helfen? Ärzte sind ihrem Beruf nach schon demokratische Sozialisten, nur wenige sind unanständig raffgierig. Aber sie haben zurecht auch einen Anspruch gegenüber der Gesellschaft! Das ist klar.

Die Massnahme, der Hotellerie Steuerbegünstigungen zu verschaffen, hat sich auch meiner Meinung nach als ein grober Fehlgriff erwiesen. Sie ist schließlich nicht dazu geeignet gewesen, die Freiheit der Beschäftigten zu stärken. Sie stecken nun in einem noch größeren Dillemma als vorher schon. Das die Hotellerie mit einer derart substanz schädigenden Massnahme von der Politik zu rechnen hatte und eine Rufschädigung hinnehmen musste, es ist nicht zu erwarten gewesen und hat die Branche unerwartet getroffen. Was bleibt ist ein Imageverlust auch im Ausland. Doch auf die Touristen kommt es ja eben an!

Die eigene Gesellschaft wird schließlich immer ärmer, das ist schlecht für die gesamte Branche und allem was damit zusammenhängt. Demokratischer Sozialismus würde vermutlich zu einer höheren Belegung und damit einer Stärkung der infrastrukturellen Gegebenheiten, wie zum Beispiel auch dem öffentlichen Nahverkehr führen. Es wäre in der Tat auch eine ökologische Massnahme, einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz für diejenigen zu erweitern die wenig Geld haben.

Leider landete das Geld der letzten Erhöhungen auf die Fahrten mit den Öffentlichen nicht bei den Mitarbeitern. Das Geld verschwindet auf den Konten der Menschen, die mit einer Verantwortung bestraft werden, die keinem Menschen aufgebürdet werden sollte. Die Gesellschaft muss meiner Meinung nach bereit sein diese Verantwortung in breiterem Masse zu übernehmen. Denn wir brauchen keine Führer und Anführer die ohenhin nur ihr eigenes Wohl im Sinne haben. Nein wir brauchen nur mehr soziale Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft und Menschen die das ansprechen und nicht totschweigen!

Meine Meinung als Reicher wäre, jeder Sozialleistungsberechtigte sollte mit der gleichen Verantwortung wie ich ausgestattet sein, damit ich es nicht als Strafe empfinden muss.

Millionärssteuer

Sobald von einer „Vermögenssteuer“ die Rede ist, gehen viele Menschen die das Glück und auch Energie eines besonderen Bezuges dazu hatten, durch die Arbeitskraft anderer Kapital anzuhäufen reflexartig auf die Bäume -wie man so schön sagt. Doch gehört es in einer Demokratie auch dazu unangenehme Dinge anzusprechen, wie zum Beispiel die Enteignung von Arbeitskraft und dem daraus resultierenden Bedürfnis der Gesellschaft etwas wieder geben zu können, damit Ungerechtigkeit nicht zur Gewohnheit wird. Ja, denn auch Reiche wollen nicht aussen vor stehen, wenn es darum geht eine Gesellschaft zu demokratisieren, so meine ich es zumindest. Und da ist es nur gerecht ihnen die Möglichkeit einzuräumen dies auch ohne Diskriminierung und besonders perfide Einzelhaftung zu ermöglichen. Sie dürfen nicht zu Wohltätern degradiert werden, denn das ist kein Ruf den man gerne trägt könnte ich mir vorstellen. Dieser Ruf offeriert gerade zu das die Gesellschaft Probleme verschweigt.

Ja wirklich! Es ist nicht so das die Privatvermögenden und hierbei sind keinesfalls die aus den unteren Gruppen gemeint, fast ausschließlich ihre eigene Arbeitskraft nutzten um das Kapital anzuhäufen welches sie zu dem machte wer sie heute sein dürfen. Und vor diesem Hintergrund ist es nur gerecht ihnen die Möglichkeit zu geben, sich zu revanchieren, mit einer nicht den einzelnen Vermögenden an den Pranger stellenden Millionärssteuer! Wie ungerecht musste sich der Reiche behandelt gefühlt haben, hier in unserer angeblich so „demokratischen“ Gesellschaft, wieviele Nächte voll Besorgnis ertragen, als er noch im Jahr 2007 sah das die Einnahmen aus vermögensbezogenen Steuern gerade einmal 0,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts hier im „Standortvorteil“-Deutschland betrugen.

Es fehlte uns schlicht an der Wahrnehmung der Bedürfnisse auch der Gruppe von Vermögenden. Wir können sie nicht einfach ausgrenzen, wie z.B. Trolle die Gutmenschen an jeder Ecke lauern sehen. Das kann sich nämlich keine Gesellschaft auf Dauer erlauben, es würde der Substanz schaden, die auf dem Boden des Grundgesetzes erschaffen wurde. Jeder der hier lebt trägt schließlich seinen wohlverdienten Teil dazu bei, dass die Demokratie lebendig wird, so meine ich es, sollte es auch bleiben. Doch wenn man die Gruppe der Vermögenden in eine Ecke rückt, weil man sie nicht dabei haben will und das dann eine dunkle Ecke ist, die nach „Ausbeutern“ stinkt, dann indes darf man sich nicht darüber wundern, sollte Protest aufkeimen.

Im selben Jahr> 2007, wurden in Großbrittanien vermögensbezogene Steuern in Höhe 4,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes erhoben. Das ist doch ungerecht! 0,9 in Deutschland vs. 4,5 in Großbrittanien. Das geht nicht. So kann man seine eigene Gesellschaft nicht behandeln! Es ist doch vollumfänglich offensichtlich, dass wir damit eine lebendige Demokratie abwürgen. Will das parteiübergreifend überhaupt irgendjemand? Demokratie bekämpfen? Das Geld fehlt der öffentlichen Hand! Die aber dafür zuständig ist zum Beispiel Bibliotheken zu unterhalten, mit denen sich auch arme Kinder leisten können eine politische Ansicht zu erarbeiten. Die öffentliche Hand sie sorgt für Schulen und Kindergärten, sie zu verbessern, oder nur zu erhalten. Ja heute muss ich leider wohl immer nur von „erhalten“ schreiben. Verbessern könnten wir schon doch dafür müssten wir anfangen die Vermögenssteuer als eine Chance wahrzunehmen. 100 Milliarden Euro zusätzlich wären mit dem gleichen Steuersatz wie in Großbrittanien hier in die Demokratie geflossen. Das wäre wahrlich liquid.

Meine Meinung ist: Die Gesellschaft muss im Sinne der Demokratie die Möglichkeit bereit stellen eine diskriminierungsfreie Millionärssteuer einzusetzen, damit wir nicht mit zunehmender Ausgrenzung zu kämpfen haben. Wie oben so auch unten zählt schließlich immer auch eins, Demokratie ist es auch die Möglichkeit zur Beteiligung zu bekommen und dafür nicht diskriminiert zu werden.