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Macht mal schneller

Sportlicher Wettkampf ist eine schöne Sache.

Den gibt es nicht erst seit vermeintlich wirtschaftliche Erfordernisse Sportler für sich beanspruchten, sondern schon lange bevor es überhaupt Stadien gab, in denen heute diese Wettkämpfe gewinnträchtig ausgetragen werden. Die Menschen trafen sich schon zu grauer Urzeit um einer Leidenschaft nachzugehen, die von weniger gern schwitzend-aktiven Zeitgenossen, auch als Mord bezeichnet wird, nämlich dem Sport -genau. Als Kinder liefen wir auf dem Sportplatz Zeiten hinterher und Noten davon. Gespürt haben wir das diese Aktivität Spaß macht, doch in der Zielgeraden angekommen waren wir dann froh diesen Wettkampf hinter uns zu haben. Woran lag das eigentlich? Vielleicht daran das wir etwas aus Zwang gemacht haben, was wir doch eigentlich aus der Freiheit heraus machen sollten, Mensch zu sein? Es ist nur eine Vermutung. Ich bin schon zu alt um mich genau an den Zustand zu erinnern, der mich hinterlassen hat. Erschöpfung war auf jeden Fall auch dabei. Denn ich bin schließlich kein Tarahumara.

Erschöpfung. Nach einem Wettkampf der um Sekunden ging, so nah beieinander waren die Kontrahenten, dass man den Atem des anderen schon rasseln hörte, bevor die eigene Lunge sich darüber beschwerte, dass man vielleicht doch ein wenig dumm war sich heimlich Ziggis auf dem Schulhof reinzupfeiffen. Was haben wir gekotzt, nach den Läufen. Harhar. Das weiss ich noch ganz genau. Doch wir waren glücklich über die erbrachte Leistung in einem fairen Wettkampf, auch wenn die Noten uns dafür bestraften, weil wir vielleicht nicht schnell genug waren. Gut es war ein Nebenfach, aber es war und ist den Chefs auch in der sozialen Marktwirtschaft derzeitigen Typus, noch heute wichtig. Denn mal ganz ehrlich und unter uns, welche Arbeit hat denn unsere soziale Marktwirtschaft anzubieten, ausser derjenigen die uns im wirtschaftlichen Sinne sportliche Höchstleistung abverlangt. Ohne Rücksicht auf unsere Erschöpfung. Also genau wie in der Schule, rennen wir Noten davon, die uns von Köpfen aus der Wirtschaft gegeben werden, bis wir in der Zielgeraden die Kündigung erhalten. Diese Köpfe sind auch zu finden auf den Sponsorenwagen der Tour de France zum Beispiel. Nein nicht bildlich wie nach einer Revolution nach französichem Bild, sondern als Namen von Firmen. Ihr wisst schon, die Karren die neben dem Sportler fahren und ihm stets das Wasser reichen können.

Da kam ich doch neulich auf eine wie ich finde merkwürdige Idee. Also hört zu: wie wäre es eigentlich wenn dieser Wagen als Teilnehmer des Wettbewerbs zugelassen würde? Also diese Autos gibt es ja nur, weil es Sportler gibt, die in der Lage sind etwas zu leisten. Aber was wäre, wenn diese Auos auf einmal selbst zu Teilnehmern avancierten? Stellt euch das mal vor!!! Um ein wievielfaches ist ein PKW schneller als ein Rennradfahrer? Gut die Rennradfahrer mit ihrer Muskelkraft werden auch immer schneller und dopen sich mitunter ja auch ganz ungerne, um noch schneller zu werden. Doch die Differenz dürfte in etwa so hoch sein, wie die Forderungen unserer Manager nach Boni und Abschreibungen von Leistungen auf Betriebskosten. Ist das für euch nachvollziehbar wie ein Autosponsor, der ja noch nicht einmal mit im Auto sitzt -der klebt höchstens am Heck und nutzt den Fahrtwind um sein Fähnchen wehen zu lassen- wie der auf einmal behauptet. „Er“ hätte „auch“ teilgenommen?

Oder kehren wir zu unserem laufenden Beispiel am Anfang zurück. Stellt euch mal einen Menschen vor der tausend mal schneller ist als ihr. Das geht nicht, brauchen wir deshalb auch nicht weiter darauf eingehen. Also ihr lauft meinetwegen die Kurze bei 7+x Also ungefähr das was DIE LINKE hoffentlich noch zu ihren Prozenten dazu bekommen wird, auf der kurzen Distanz im Landtag. Und knapp dahinter laufen die Piraten ein. Und nebenbei kommt einer mit einem gelben Sportwagen an den beiden vorbeigerauscht und behauptet frech von sich die neue Post zu sein. Lenkt die schwitzenden und keuchenden Kontrahenten ab, nur um mit Tempo 200km/h an ihnen vorbeizurauschen, um dann im Ziel angekommen zu behaupten, er hätte ja auch „teilgenommen“ und eine „Leistung“ erbracht. Er wurde zur Leistung quasi hingetragen. Deswegen ist er ein „Leistungsträger“. Ohne Anmeldung, sondern schlicht weil er nicht so doof war, zu laufen. Das nennt sich im Moment soziale Marktwirtschaft, es lässt sich nämlich ohne weiteres auf sie übertragen. Und das ist kein Witz. Was wäre aber gewesen, wenn man Regeln gehabt hätte, die von vornherein ausschließen, dass sich gelbe Wagen als Post ausgeben? Und was wäre, wenn der Wagen wirklich nur von der Post gewesen wäre? Vielleicht hätte er dann ja deine Siegerurkunde dabei gehabt!

Schönes Wochenende euch allen!

Das dreigliedrige Selektionssystem

Schulsystem umgangssprachlich.

Ein schöner Artikel, der in etwa reflektiert was ich als ungebildeter Mensch, der sich stets höheren Schulabschlüssen aufgrund mangelnder Leistungsbereitschaft, oder nenne ich es einfach persönliches individuelles Unvermögen -für die weniger schwafeligen unter meinen Lesern: Dumme Nuss. Also was ich dumme Nuss über eine Gesellschaft zu sagen hätte, würde ich auf der Seite des Lehrenden stehen. Doch da ich mich nicht auf die Seite des Lehrenden stelle, sondern auf der Seite des Belehrten stehen würde, wäre ich aus dem bürgerlichen Millieu, kann ich nicht denken, wie einer von den beiden. Ich kann es nur andeuten. Und deshalb wage ich eine über mich selbst aufgeklärte kurze Kreuzanalyse mitten durch die Analyse. Der Autor des Artikels vollzieht eine senkrechte Strukturierung in seinem Plädoyer für eine bessere Berücksichtigung weniger konformer Unterschichtler wie mich. Und ich mische das jetzt mit meiner bescheidenen Meinung, die mitunter über Kreuz liegen wird in horizontaler Weise mit dem die bürgerliche Schicht Bedienenden.

Einfach gesagt geht es in dieser Diskussion doch um das von Richard Dawkins vertretene kulturelle- Mem- Konzept, welches sich gegen das Gen Konzept nicht nur behaupten kann, sondern es ein für allemal widerlegt hat. Wohl wissend welchen Quatsch T.S. da gesabbelt hat, bedient er (anm. der T.S. ist gemeint) sich nämlich genau dieses Konzeptes, dem der kulturellen Meme nämlich und lässt sie wirken. Im Prinzip benutzt er die Rechten als seine Versuchspersonen um an ihnen den endgültigen Beweis zu erbringen, das die durch ihn propagierte Ansicht im Unrecht ist. Natürlich wird sich der Pilz den er da in die Naziszene gesetzt hat, erst nach und nach als giftig entpuppen. Doch bis dahin ist dem ein oder anderen schlichteren Gemüt unter ihnen sicher ’ne Leitung durchgebrannt und die ersten Gewaltexszesse gehen auf das Konto eines Bankers, der die Unruhe nutzen wird, um dringend benötigte Reformen von links, im Sinne eines starken Sozialstaates zu verhindern.

Aus meiner Sicht ist die nicht widerlegte Datenbasis (wie er immer so anmerkt) falscher Zahlen, eine auf Zeit angelegte Etappe im Kampf Kapitalismus gegen Sozialstaat. Sie zeugt von einer Flucht und Ideenlosigkeit innerhalb der festgefahrenen Konzepte von rechts. Nicht umsonst bedient er sich des eindeutigen Gegenkonzepts zu seiner Position. Er ist sich bewusst was es anrichtet, wenn er eine solche Aussage lanciert und sollte es zu mehr als der von ihm kalkulierten Gewalt kommen, wird in diesem Windschatten natürlich auch weitergehendes soziales Verlangen im Keim erstickt. Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt…. Oder auch „wir werden ihnen die geistig moralische Wende schon eintrichtern“….

Unser internet ist der Beweis für den Sieg der kulturellen Meme, die die ehemals so „wichtigen Gene“ innerhalb der Ständegesellschaft vergessen macht. Gene zu betonen ist ein Ausdruck von Hilflosigkeit, vor einer zunehmend komplexer werdenden und die Statusmacht infrage stellenden Welt. In das Hintertreffen zu geraten ist bei Eliten nicht beliebt und das Internet mit seinem Open Source Konzept hat es geschafft das auch ein Verrückter Dummbeutel wie ich, eine einigermassen aufgeklärte Sicht gewinnen kann. Vielleicht sogar eine solche die den Status Quo in Frage stellt. Vielleicht stellen Menschen die sich im Internet beteiligen, die neue Elite. Gewachsen aus einem kulturellen Mem, welches entstanden ist, aus dem aus seiner Domestizierung entkommenen Mem der bürgerlichen Gesellschaft. Als der erste Bürgerliche sich mit dem Internet in Verbindung brachte, brachte er vielen weiteren vernetzten Menschen, seine hohle Andeutungssprache näher und öffnete die stets geschlossene Tür zur bürgerlichen Sprachgesellschaft. Nun kann er seinesgleichen nicht mehr hervorheben und betonen.

Es ist heute nichts besonderes mehr schwafeln zu können. Im Gegenteil, nach meiner Ansicht ist es mittlerweile soweit das viele unter ihrem Geschwafel den Boden der Aussage verloren haben. Es ist erstaunlich wieviel Dummheit in Geschwafel stecken kann. Auch in meinen Texten;-) mitunter, wenngleich ich versuche es soweit möglich zu vermeiden. Es ist erfrischend ab und zu in meiner Unterschichten Ehrlichkeit zu argumentieren. Dann ist der T.S. eben keine hintere Instanz eines Großorchesters aus Feudalisten sondern schlicht ein zensiertes zensiert zensiert.

Ich und ich hoffe viele wie ich, möchten kulturelle Meme freisetzen, die einen echten Gewinn bringen. Gewinn in einem weiter gefassten Sinn. Einsichten aus Fehlern, sind Meme die sich gerne verteilen dürfen. Das dreigliedrige Schulsystem ist grandios gescheitert, denn es erhält nur die alte Ständegerechtigkeit die einer fairen Betrachtung der erbrachten Leistungen, nicht mehr gerecht wird, d.h. wenn sie es jemals wurde.